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2
Unsere neue Pfarrerin
Elisabeth Koppehl bei ihrer
Predigt zur Einführung
Siehe auch Seite 8
Von den Kindern des
ev. Kindergartens
gemalte Bilder
zum Thema
Weihnachten
Siehe auch Seite 6
Titelseite: Bild zum Weltgebetstag
„Cyclon PAM II. 13th of March
2015“
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3
Liebe Gemeinde,
ich bin Optimist. Ich mag Geschichten mit einem guten Ende und ich hoffe gerne
auf das Beste. Darin liegt ja die Freude des Anfangs: sich auszumalen, wie schön
alles werden könnte und es dann vielleicht sogar umsetzen zu können. Ich muss
zugeben, dass mir die Motivation schwerfällt, wenn alles grau und dunkel zu
werden scheint. Am extremsten ging mir das mal mit einem Roman von Stefan
Zweig. Er beschrieb das Leben von Marie Antoinette, der schönen Königin, die in
der französischen Revolution ihren Kopf verlor. Je näher ich diesem Ende kam,
desto schwieriger wurde es für mich, weiterzulesen. Schließlich schlug ich ein
Viertel vor Schluss das Buch zu, stellte es in den Schrank und fasste es nicht wie-
der an. Wenn Sie mich fragen, hat Stefan Zweigs Marie Antoinette nie den Kopf
verloren. Ich bin Optimist in einer Welt, die Optimismus mit Weltfremdheit be-
straft. Denn die Schwierigkeiten kommen und man kann nicht einfach das Buch
zuschlagen oder den Kopf in den Sand stecken. Man muss sich damit auseinan-
dersetzen. Die Pandemie hat uns das gerade vor Augen geführt. Plötzlich ist man
ausgeliefert, hilflos und ohnmächtig: Ach wie schön wäre es da, Macht zu haben,
um das Schreckliche zu einem guten Ende zu führen.
Die Monatslosung erzählt von diesem Wunsch. Sie ist ein Ausschnitt eines Rats,
den Jesus seinen JüngerInnen gibt. Die kamen nämlich gerade von einem großen
Auftrag zurück, ganz beseelt und begeistert. „Wir haben sogar Macht über die
Geister!“ riefen sie. Die mächtigste böse Macht, die man sich vorstellen kann. Da
gibt es doch nichts Schreckliches, was nicht besiegt werden könnte. Und Jesus
antwortet: „Freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind, sondern dass
eure Namen im Himmel geschrieben stehen.“
Die Sache ist nämlich die. Erfahrung ist immer zweideutig. Mal läuft es glänzend
wie bei den JüngerInnnen. Mal läuft es wie bei Marie Antoinette. So ist es, wenn
man etwas anfängt, etwas versucht. Das ist das Wagnis, was im Anfang liegt.
Doch die Frage, wie das letzte Ende sein wird, die ist schon beantwortet. Denn
der, der alle Dinge begonnen hat, wird auch alle Dinge zu einem guten Ende füh-
ren. Ich bin Optimist. Ich kann alle Dinge mit Freude beginnen, denn das gute
Ende ist im Himmel schon geschrieben.
Amen. Pfn. Elisabeth Koppehl
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4
Mehr als 14 Jahre Förderverein Jakobikirche
„Unsere Kirchengemeinde hatte sich 2001 angesichts schrumpfender Mitglieder-
zahlen, rückläufiger Pfarrstellen und gut ausgebauter Standorte in St. Petri und
St. Johannis schon zum Verkauf (von St. Jakobi) entschlossen. Die Kirche war in-
zwischen nicht mehr nutzbar, wurde jedoch notdürftig erhalten. (… ) 2006 muss-
te wegen Schwammbefalls ein Teil der Emporen und des Gestühls entfernt wer-
den.“, so heißt es auf der Website der evangelischen Kirchengemeinde Lucken-
walde.
Danach befand sich die Jakobikirche in einem bedauernswerten Zustand; ge-
schlossen und ohne Aussicht auf eine Nutzung. Nun mehrten sich Stimmen, die-
ses Gotteshaus und stadtbildprägende Gebäude nicht dem Verfall preiszugeben.
Pfarrer Riemer schlug daher vor, einen Förderverein zu gründen. Dazu heißt es
auf der Website: „Engagierte Luckenwalderinnen und Luckenwalder, ob sie der
Gemeinde angehören oder nicht, gründeten am 27. November 2006 einen Ver-
ein, der sich zum Ziel gesetzt hat, zum baulichen Erhalt der St. Jakobikirche als
Denkmal beizutragen und sie einer angemessenen religiösen und kulturellen
Nutzung zuzuführen.“
Angesichts des enormen Sanierungsaufwands gab es Zweifel, ob dieser neu ge-
gründete „Förderverein Jakobikirche e. V.“ überhaupt etwas auszurichten ver-
mag. Mancher mutmaßte sogar, er würde wahrscheinlich nicht lange bestehen
bleiben. – Diese Skepsis war durchaus verständlich. Was aber würde geschehen,
wenn nicht Zweifel und Bedenken im Vordergrund stehen, sondern Schaffens-
kraft, Eigeninitiative und Kreativität aller Vereinsmitglieder. Der Förderverein
hat das Experiment gewagt und es nicht bereut.
„Ein wichtiger Schritt, die Kirche wieder nutzbar zu machen, war das Einbringen
eines neuen Estrichs (…) im April 2007. Dann wurden die Emporen wieder herge-
stellt. Mit Unterstützung (von vielen Seiten) wurde die Kirche wieder beheizbar.
Die Renovierung der Sakristei und ihre Herrichtung als Künstlergarderobe ver-
besserten die Bedingungen für die vielfältigen kulturellen Veranstaltungen, die
der Verein zur Rettung des Bauwerks organisiert.“ - So die Aufzählung einiger
Baumaßnahmen auf der Website.
Die evangelische Kirchengemeinde Luckenwalde zieht nach einer Reihe von Jah-
ren das Fazit: „Der Verein hat die Diskussion um eine Ab- oder Aufgabe der Kir-
che dadurch beendet, dass er sie zu einem Zentrum öffentlichen Lebens entwi-
ckelt hat, das sich aus der Stadt nicht mehr wegdenken lässt. Christen und Nicht-
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5
christen engagieren sich dafür, dass die Kirche im Dorf bleibt.“ Mit der Zeit wur-
den auch wieder große Gottesdienste und kirchliche Festveranstaltungen in der
Jakobikirche gefeiert. Pünktlich zum 125. Jahrestag der Jakobikirche wurde das
bisher umfangreichste und schwierigste Restaurierungsvorhaben erfolgreich ab-
geschlossen: Die historisch bedeutsamen Glasmalereifenster. Ein für das Früh-
jahr 2020 geplanter Festakt, mit dem der Förderverein allen Spendern, Förder-
mittelgebern und sonstigen Unterstützern danken wollte, durfte wegen der
Coronapandemie nicht stattfinden. Viele weitere Veranstaltungen mussten
ebenfalls abgesagt oder verschoben werden. Dennoch gab es auch schöne Erfah-
rungen, wie die offene Kirche im Sommer bis zum Herbst und die Möglichkeit,
bei Einhaltung der Corona-Einschränkungen, Gottesdienste in der Jakobikirche zu
feiern. Wie das Jahr 2021 verlaufen wird, ist ungewiss, aber eines ist gewiss: Es
gibt noch viel zu tun und am 27. November wird der Förderverein Jakobikirche
15 Jahre alt.
Margitta Haase (Förderverein Jakobikirche e. V.)
Außergewöhnliche Umstände erfordern
außergewöhnliche Gottesdienste
An Heiligabend 2020 fand wie jedes Jahr eine Christvesper in Frankenfelde statt.
Obwohl die Verordnungen zur Corona-Pandemie uns alle vor neuen Herausfor-
derungen stellt, war es den Frankenfeldern ein Bedürfnis, diese Aufgaben zu er-
füllen.
Der Gottesdienst wurde in und vor der Kirche gefeiert. Für unsere älteren Besu-
cher hatten wir die Kirche reserviert. Alle anderen Gäste trotzten dem Nieselre-
gen und verfolgten den Gottesdienst von draußen. Pfarrer i.R. Dr. Kappes, Udo
Wöhrmann und die Frankenfelder Bläser gestalteten den wunderbaren „ande-
ren“ Gottesdienst. Die Orgelklänge der im September eingeweihten Turleyorgel,
die Liturgie und die Predigt wurden nach außen übertragen und die Bläser ver-
breiteten mit den Klängen zu altbekannten Weihnachtsliedern im Freien den
Hauch der Heiligen Nacht. Schwedenfeuer und der beleuchtete Baum trugen da-
zu bei, dass doch etwas „Wärme" verbreitet werden konnte.
Vielen Dank an alle, die dazu beitrugen, diesen Gottesdienst so festlich zu feiern.
Ines Neumann
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6
Neues aus dem Ev.
K in der garten
Wir wünschen allen Leser*innen ein gesegnetes und
vor allem ein gesundes neues Jahr 2021.
Entspannt und gestärkt sind fast alle aus den Weih-
nachtsferien wieder im Kindergarten angekommen.
Die Advents- und Weihnachtszeit war sicher für fast
jeden in diesem Jahr so anders. Der eine hat so vieles vermisst, wie den Weih-
nachtsmarkt, den Gottesdienst mit dem Krippenspiel, das Singen in der Weih-
nachtszeit oder das große Fest in der Familie. Dafür hatten wir aber Zeit, über
vieles nachzudenken. Wie wird es im neuen Jahr.
Wir Erzieher/innen aus dem Kindergarten haben versucht, die schönste Zeit des
Jahres für die Kinder so unbeschwert wie möglich zu gestalten, trotz der Hygie-
nevorschriften und Verordnungen.
So kam am 6. Dezember nach der Andacht mit Pfarrer Steinker wieder der Niko-
laus mit einer Überraschung in die Bereiche der Kinder, der dieses Jahr von unse-
rem Hausmeister Jörg Kattner gespielt wurde. Natürlich waren unsere kleinsten
Kinder sehr andächtig und überrascht. Die größeren Kinder haben gleich erkannt,
wer sich unter der Nikolausrobe verkleidet hat. Wichtig ist uns nach wie vor, dass
der Nikolaus für die Kinder als Vorbild in ihrem Tun und Handeln steht und nicht
als Drohmittel missbraucht wird. Es gab dieses Jahr kein Krippenanspiel als Vor-
stellung, aber wir haben die Weihnachtsgeschichte in den Kindergartenalltag in-
tegriert. So wurde die Geschichte in einer stillen Atmosphäre gelesen, die Kos-
tüme wurden aus der Kiste geholt und wer wollte, ist in sie geschlüpft. Viele Kin-
der können sich mit den einzelnen Personen der Weihnachtsgeschichte identifi-
zieren, so dass viele gleichzeitig Maria oder Josef sein wollen. Selbst die zurück-
haltenden Kinder schlüpfen dann gern mal in das Kostüm des Ochsen oder Scha-
fes, um auf diese Weise auch bei der Geschichte mitzuspielen.
Daraus entstand dann die Idee, für die verschiedenen Stationen in der Kirche, zu
Heilig Abend die Krippe mit den Kindern darzustellen. Christina Heinze nähte den
Vorhang und die Kinder malten Maria und Josef, das Jesuskind, Ochsen, Schafe,
Engel und den Stall und verzierten alle mit den verschiedensten Materialien. Ant-
je Nitschke brachte noch richtige Schafswolle für die Schafe mit. Alle hatten bei
Neues aus dem ev. Kindergarten
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der Gestaltung großen Spaß. (Die Zusammenstellung der Bilder finden Sie auf
Seite 2)
In der letzten Woche vor Weihnachten schellte, ungesehen von den Kindern, mit
der großen Glocke das Christkind durch das Haus und ließ drei Säcke voller Ga-
ben für die Kinder vor der Tür zurück. Die prall gefüllten Säcke mit Sachen, die
sich die Kinder wünschten, wurden sofort ausgepackt. Neue Spiele, neue Bücher
für die Wissensecke, Bausteine, ein Fernrohr für unser Baumhaus wurden mit
Freude ausgepackt und ausprobiert.
Mit einer Andacht am letzten Tag mit Pfarrer Steinker haben wir uns in die
Weihnachtsferien verabschiedet und am ersten Tag das neue Jahr begrüßt.
Mit lieben Grüßen aus dem Kindergarten,
Viola Horn.
Bleiben Sie gesund!
Herzlich Willkommen Elisabeth Koppehl
Elisabeth Koppehl ist die neue Pfarrerin im Entsendungsdienst.
Mit der gebürtigen Berlinerin sprach Horst Kupfer:
HK: Frau Koppehl, Sie sind seit Jahresbeginn in Luckenwalde als Pfarrerin auf
Probe für 2 Jahre.
EK: Das ist richtig, man kann auch sagen als Pfarrerin auf Entsendung.
HK: Was waren Ihre ersten Amtshandlungen.
EK: Um die Jahreswende habe ich etliche Gottesdienste besucht, und konnte mir
da schon ein erstes Bild von der Gemeinde machen. Ich habe viele E-Mails ge-
schrieben und mich vorgestellt.
HK: Würden Sie sich bitte auch den Gemeindemitgliedern vorstellen.
EK: Ich bin 30 Jahre, ledig, in Berlin geboren und in Wittenberg aufgewachsen.
Ich habe Theologie in Berlin, Kiel und Leipzig studiert. Als Vikarin war ich zuletzt
in Eberswalde. Ich schreibe sehr gern. Ein Abenteuerroman ist in Arbeit. Ich habe
schon Märchen geschrieben. Eine Predigt schreiben macht mir besonderen Spaß.
Ich spiele Geige und kann da Lieder begleiten, und auch ziemlich gut singen.
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HK: Was hat Sie als eine Berliner Pflanze ausgerechnet nach Luckenwalde ver-
schlagen.
EK: Ich habe mich u.a. in Potsdam, Guben und in Woltersdorf bei Berlin umgese-
hen. Ich hatte Wind bekommen, dass in Luckenwalde eine Stelle frei ist. Das war
wohl Liebe auf den ersten Blick. Das war es dann. Wenn ich früher mit dem Zug
von Wittenberg nach Berlin gefahren bin, lag ja Luckenwalde an der Strecke.
Vielleicht gab das den Ausschlag. (lacht) Mir hat es hier auf Anhieb gefallen, es
ist sehr angenehm. Frau Daser war meine Ansprechpartnerin, sie hat mich mit
vielen Dingen vertraut gemacht.
HK: Sind Sie schon mit Sack und Pack umgezogen.
EK: Noch kurz vor Weihnachten bin ich von Eberswalde nach hier gekommen,
und habe die Wohnung von Frau Daser bezogen.
HK: Sie haben sicherlich schon Kontakte geknüpft.
EK: Ja, natürlich mit Pfarrer Jonathan Steinker, mit der Diakonin Christina Conrad
und mit einigen Gemeindemitgliedern.
HK: Was sind Ihre ersten Eindrücke.
EK: Luckenwalde ist eine weitläufige Stadt, in der es viel zu entdecken gibt. Ich
traf eine Gemeinde die positiv eingestellt ist, und wo ich willkommen war.
HK: Mit welchen Vorstellungen treten Sie hier an.
EK: Ich will im ersten Jahr die Gemeinde kennenlernen und mit ihr etwas bewe-
gen. Für mich bedeutet Gemeinde gemeinsam auf der Suche nach Gott zu sein,
sich gegenseitig zu stützen und dabei alle anderen nicht aus dem Blick zu verlie-
ren. Das zeigt sich z.B. darin, dass man gemeinsam für die Stadt betet.
HK: Durch Corona ist seit geraumer Zeit vieles anders.
EK: Es ist schon schwierig, sich mit den vielen Einschränkungen einzubringen.
Man kann da schon Probleme bekommen. Wir, Pfarrer Steinker und ich, werden
im Team die Arbeit aufteilen und miteinander kommunizieren.
HK: Ihre Vorgängerin Frau Daser wurde als Landesjugendpfarrerin berufen. Sie
haben sicher auch berufliche Träume.
EK: Luckenwalde ist meine erste Stelle als Pfarrerin, ich werde mir das Rüstzeug
aneignen. Ich möchte mit der Gemeinde zusammenleben. Wenn es eine schöne
Zusammenarbeit gibt, bin ich schon zufrieden.
HK: Frau Koppehl, ich bedanke mich für das Gespräch.
Gott segne und behüte Sie.
Foto auf Seite 2 von Frau Bohmann
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Bericht aus dem Gemeindekirchenrat
Am 9. Dezember hat der GKR seine letzte Sitzung im alten Jahr abgehalten. Es
wurde der Stand der Vorbereitung der Gottesdienste am Heiligabend bespro-
chen. Weiterhin wurde beschlossen, dass Pfarrer Steinker und Pfarrerin Koppehl,
die ihren Entsendungsdienst in unserer Gemeinde am 1. Januar 2021 begonnen
hat, ein gemeinsames Amtszimmer im Gemeindehaus Markt 13 nutzen werden.
Es wurde der Kollektenplan für das Jahr 2021 beschlossen und Grundstücksange-
legenheiten beraten.
Kornelia Puls
Im Januar hat der Gemeindekirchenrat per Videokonferenz getagt.
Es wurden Bauvorhaben beschlossen. So sollen das Büro der Diakonin Christina
Conrad renoviert, die Dachrinnen vom Jugendhaus gesäubert, die Dachziegel der
Johanniskirche erneuert werden - und das mit einer halben Million Euro finanzi-
ell größte Projekt wird die Instandsetzung des Daches der Jakobikirche sein. Wir
freuen uns über jede finanzielle Unterstützung für unsere Bauprojekte.
Bei einem I-Wert von 200-400 finden Gottesdienste in unserer Kirchengemeinde
bis auf weiteres präsentisch statt: (wie in den vergangenen Monaten) ohne Ge-
meindegesang und mit verkürzter Liturgie (30-40 Minuten als Zielzeit).
Weiterhin wurden Beschlüsse gefasst zu Bauzuschuss-Anträgen, zum Haushalt
der Gemeinde, zum Gottesdienstplan und die für die Gemeinde Unterschriftsbe-
rechtigten wurden ernannt. Näheres zu Jakobi und zu Gottesdienstzeiten weiter
unten.
Dachsanierung in Jakobi
Schon seit längerer Zeit beschäftigt den GKR das Dach von Jakobi. Ziegel müssen
erneuert, marode Stellen im Dachstuhl behoben und an einigen Stellen das
Mauerwerk saniert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 400.000€ Der
GKR hat einen Finanzierungsplan für die Sanierung des Daches von Jakobi be-
schlossen. Dazu soll zunächst Finanzierungshilfe durch öffentliche Gelder (u.a.
Bund, Landeskirche, Kirchenkreis etc.) beantragt werden. Die Kirchgemeinde
wird voraussichtlich Kosten von ca. 65 000 € zu tragen haben. Diese sind durch
die Baurücklagen von Jakobi gedeckt. Die Erhaltung und Sanierung des Daches ist
wichtig, um Folgeschäden vorzubeugen. Wenn die Baumaßnahmen durchgeführt
werden sollten, wird die Sanierung wahrscheinlich über ein Jahr dauern, aber
einen eventuellen Gottesdienstbetrieb nicht maßgeblich stören. Dieses Bauvor-
haben wird sehr aufwändig und langwierig, ist aber unumgänglich, wenn Jakobi
auf irgendeine Art und Weise auch weiterhin genutzt werden soll.
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Gottesdienstplan
Der GKR hat den Gottesdienstplan bis zum Mai beschlossen. Dabei wurde ent-
schieden:
Aufgrund von Corona werden die Gottesdienste im Stadtzentrum bis auf weite-
res in Jakobi stattfinden, da diese Kirche am besten geeignet ist, die nötigen Si-
cherheitsabstände einzuhalten.
Die Gottesdienstzeit für alle Stadtgottesdienste am Vormittag wird auf 10:30
gesetzt. (Ausnahme: besondere Gottesdienste wie z.B. Jugendgottesdienste.)
In den letzten Monaten gab es bei der Gottesdienstzeit einige Änderungen, da-
her will ich das ein bisschen ausführlicher erklären. Bis 2020 war die reguläre
Gottesdienstzeit für die Stadtgottesdienste 10 Uhr. Diese Uhrzeit umzusetzen ist
für die Pfarrpersonen an Sonntagen schwierig, an denen sie auch einen Gottes-
dienst in Kolzenburg oder Frankenfelde um 9 Uhr gestalten.
Nehmen wir an, ein regulärer Dorfgottesdienst unter normalen Bedingungen
geht ca. 50 Minuten. Dann hätte die jeweilige Pfarrperson nur 10 Minuten Zeit,
um zum nächsten Gottesdienst zu kommen. Es wäre keine Zeit sich auch nur kurz
von den Gemeindegliedern auf dem Dorf zu verabschieden, noch Zeit, sich wirk-
lich auf den Stadtgottesdienst einzustellen.
Aus diesem Grund wurde nach dem 1. Lockdown die Entscheidung gefällt, die
Gottesdienste in der Stadt auf 10.30 Uhr zu setzen, um die Situation etwas zu
entzerren. In der Folge wurde moniert, dass die 10.30 Uhrzeit zu spät für Fami-
lien mit Kindern und für ältere Leute wäre, die zum Mittagessen von außen ver-
sorgt werden. Der Kompromissvorschlag war daraufhin: an Sonntagen, wo auf
einem Dorf Gottesdienst stattfindet, sollte um 10.30 Uhr begonnen werden, an
anderen Sonntagen um 10 Uhr.
Diese Regelung mit wechselnden Gottesdienstzeiten wurde im November aufge-
stellt, aber an einigen Stellen als sehr unpraktisch empfunden. Vor allem die
Werbung nach außen hin gestaltet sich mit unterschiedlichen Gottesdienstzeiten
als schwierig, da jede Zeit nachgeschaut werden müsste. Außerdem wurde nicht
festgestellt, dass signifikant mehr Familien zu den 10 Uhr-Gottesdiensten kamen.
Aus diesem Grund hat sich der GKR dazu entschlossen, wieder alle Stadtgottes-
dienste um 10.30 Uhr beginnen zu lassen.
Als spezielles Angebot für Familien hat der GKR außerdem beschlossen, die
Abendgottesdienste auf 15 Uhr zu setzen. Diese sollen nun vermehrt mit dem
Gottesdienstkonzept: Gottesdienste für Groß und Klein verbunden werden.
Pfr. Jonathan Steinker
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2
Datum
Zeit/ Ort
Gottesdienste
7. Februar
Sexagesimä
9 Uhr
Kolzenburg
Gottesdienst
10.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
14. Februar
Estomihi
9 Uhr
Frankenfelde
Gottesdienst
10.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
21. Februar
Invok
avit
10.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
28. Februar
Reminiszere
11 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
„Land in Sicht“
5. März
Weltgebetstag
19 Uhr
bibel.tv
Gottesdienst zum
Weltgebetstag
In der Gemeinde ist eine Veranstaltung geplant, Zeit steht noch nich
t fest.
7. März
Okuli
9 Uhr
Frankenfelde
Gottesdienst
10.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
14. März
Lätare
9 Uhr
Kolzenburg
Gottesdienst
10.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
21. März
Judika
10.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst und
Gemeindeversammlu
ng
28. März
Palmarum
15 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst mal anders
G ot te s d i e n st e
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13
Datum
Zeit/ Ort
Gottesdienste
1. April
Gründonnerstag
15 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
2. April
Karfreitag
10.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
15 Uhr
Kolzenburg
Gottesdienst
4
. April
Ostersonntag
5.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
10.30 Uhr
Jakobikirche
Gottesdienst
für Groß und Klein
Gottesdienste in den Seniorenheimen
Seniorenstift St. Josef, Schützenstraße 4/5
Mittwoch, den 17. Februar 2021 um 9 Uhr
Mittwoch, den 17. März 2021 um 9 Uhr
Senioren
-
und
Nachbarschaftsheim e.V. zum Freibad 69
Die Gottesdienste im Seni
oren
-
und Nachbarschaftsheim e.V. fallen bis März
aufgrund von Corona aus.
Alle Gottesdienste stehen unter dem Vorbehalt der Einschränkung durch staatliche Au
f-
lagen. Aktuelle Infos entnehmen Sie bitte der Presse
oder der Internetseite der G
e-
meinde
.
Hol
-
und Bringedienst ist im Moment nicht möglich.
Neben jedem Gottesdienst ist Kinderkirche
GD mit Abendmahl
Go tt e s d ie n s te
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14
Getauft wurde:
1 Kind
-
Wir trauern um:
einen Herren und
eine Dame
Der Herr wird mich erlösen von allem Übel
und mich retten in sein himmlisches Reich.
2. Timotheus 4,18
Die neuen Formate:
Unter den gegenwärtigen Corona Bedingungen gibt es auch weiterhin unsere
neuen Formate. Wir bieten alle drei Tage auf dem YouTube-Kanal "Zahnputzan-
dachten" an, hier können Sie diese abrufen:
https://
www.youtube.com/Zahnputzandacht.
Der Rundbrief aus der Gemeinde, der derzeit ca. 40 Haushalte erreicht, wird seit
Ende Juni nun im zweiwöchentlichen Rhythmus verschickt. Er beinhaltet geistli-
che Impulse, Neuigkeiten aus dem Gemeindeleben und schöne Tipps wie Rätsel,
Witze oder auch mal ein Kuchenrezept. Wenn Sie Interesse daran haben, den
Rundbrief zugeschickt zu bekommen, wenden Sie sich bitte an das Gemeindebü-
ro oder die Pfarrer*innen.
Und auch die Audioandachten, die wir zur Wochenmitte auf unserer Gemeinde-
Homepage zur Verfügung stellen, werden fortgeführt. Sie hören dort die Predigt
des vorigen Sonntags, ein passendes Gebet und manchmal auch ein Lied. Wer
hierfür lieber zum Telefonhörer greifen will, kann auch das weiterhin tun: unter
der Rufnummer 03371
/ 60 98 954 können Sie die aktuelle Andacht zur Woche
anhören
.
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15
Gr uppen
, Kre ise, Theme n
Schenken Sie Zeit! Der Besuchsdienstkreis sucht Sie!
Eine der grundlegenden Aufgaben einer Gemeinde ist es, füreinander da zu sein.
Das zeigt sich auf die unterschiedlichste Art und Weise, aber auch daran, sich
gegenseitig zu besuchen und Zeit zu schenken. Unter Coronabedingungen ist das
natürlich schwierig, aber da die Hoffnung besteht, dass die Krankheit in den
nächsten Monaten zurückgedrängt werden kann, wollen wir uns Gedanken ma-
chen, wie Besuche in der Zeit danach aussehen könnten.
Falls Sie Spaß daran haben, mit anderen ins Gespräch zu kommen und viele un-
terschiedliche Menschen kennen zu lernen, kommen Sie doch am 25.03.2021 um
16.30 Uhr einfach Mal in das Gemeindehaus am Markt 13, da können wir alles
weitere planen und besprechen. Ich freue mich auf sie!
Pfn. Elisabeth Koppehl
Frauenhilfe und Gemeindenachmittag
im Gemeindera
um St. Petri
Frauenkreis im Gemeinderaum St. Petri
Gesprächsabend für Männer und Frauen
im Gemeinderaum St. Petri
Leider kann bei Redaktionsschluss noch nicht abgesehen we
r-
den, wie sich die Eindämmungsmaßnahmen entwickeln werden.
Wir bitten Sie de
shalb, sich über die Abkündigungen in den Go
t-
tesdiensten, in den Schaukästen oder im Internet zu informi
e-
ren.
Kindergruppe im Jugendhaus Zinnaer Str. 52b
Dienstag von 15
16 Uhr
(real mögliche Termine bei Frau Conrad nachfragen)
Am 13. März von
14 b
is 17 Uhr
Kindernachmittag zum
Weltgebetstag: „Reise nach Vanuatu“
in der Winterkirche Woltersdorf
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Weitere Treffen und Informationen
Ab Aschermittwoch, den 17. Februar, werden wieder jeden Mittwoch bis Ostern
um 18 Uhr in der Johanniskirche
Passionsandachten
gehalten.
Am 16. Februar gibt es ein
Vorbereitungstreffen für offene Kirchen
um
16 Uhr in Petri. Vergangenes Jahr haben wir die Kirchen mit viel Aufwand offen
gehalten. Manches ist jetzt leichter umzusetzen (der Zugang zu Schlüsseln ist
vereinfacht worden), allerdings braucht es auf jeden Fall Vorbereitung, falls wir
vorhaben, dieses Jahr noch einmal die Kirchen begleitet in den warmen Monaten
zu öffnen.
Am 9. März um 16.30 Uhr gibt es ein Vorbereitungstreffen für den
„Gottes-
dienst mal anders“ am 28. März
. Wer Ideen hat, die er schon immer mal aus-
probieren wollte oder Lust hat, einen Gottesdienst mitzugestalten, ist herzlich zu
diesem Treffen ins Kaminzimmer im Markt 13 zu kommen.
Gemeindebeirat
Ein Gemeindebeirat ist eine großartige Einrichtung, um miteinander zu planen,
wie das Gemeindeleben aussehen soll. Daher gibt es die Idee, den Gemeinde-
breirat wieder zu beleben. Alle Gemeindegruppen sind eingeladen, sich durch 1
bis 2 Menschen an diesem Beirat zu beteiligen. Konkret soll dieser Beirat überle-
gen, wie unsere Gemeinde Menschen noch mehr willkommen heißen kann -
denn das wurde auf der vergangenen Gemeindeversammlung als Verbesse-
rungspotential für die Gemeinde benannt.
Falls jemand von Ihnen Interesse hat, mitzumachen: Wir laden herzlich ein, am
10. März um 17.45 Uhr (vor der Passionsandacht) zusammenzukommen, um sich
einmal gegenseitig zu sehen. Das Treffen wird ganz kurz gehalten werden. Es ist
aber wichtig, damit der Gemeindekirchenrat diejenigen in den Beirat berufen
kann, die bis dahin Interesse bekundet haben. Interesse kann auch per E-Mail bis
zum 9. März bekundet werden:
evkirche.luckenwalde@t-online.de
.
Danach werden wir den Beirat zu einer Gesprächsrunde einladen, um die Arbeit
aufzunehmen.
Am 17. März gibt es ein
foodsharing-Treff
nach der Passionsandacht für Inte-
ressierte
Am 26. März findet voraussichtlich der
Jugendkreuzweg
des Kirchenkreises
Zossen-Fläming statt. Unsere Junge Gemeinde ist an der Planung beteiligt.
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Worauf bauen wir.
2021 kommt der Weltgebetstag aus Vanuatu
Felsenfester Grund für alles Handeln sollten Jesu Worte sein. Dazu wollen die
Frauen aus Vanuatu in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021 ermutigen.
„Worauf bauen wir.“, ist das Motto des Weltgebetstags aus Vanuatu, in dessen
Mittelpunkt der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 bis 27 stehen wird. Denn nur das
Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in
der Bibelstelle bei Matthäus. Dabei gilt es, Hören und Handeln in Einklang zu
bringen: „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes
Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament –
wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend“, sa-
gen die Frauen in ihrem Gottesdienst.
Ein Ansatz, der in Vanuatu in Bezug auf den Kli-
mawandel bereits verfolgt wird. Denn die 83 In-
seln im pazifischen Ozean sind vom Klimawandel
betroffen wie kein anderes Land, und das, obwohl
es keine Industrienation ist und auch sonst kaum
CO
2
ausstößt. Die steigenden Wassertemperatu-
ren gefährden Fische und Korallen. Durch deren
Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf
die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Stei-
gende Temperaturen und veränderte Regenmus-
ter lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Zudem steigt nicht nur der
Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker. So
zerstörte zum Beispiel 2015 der Zyklon Pam einen Großteil der Inseln, 24 Men-
schen starben im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm. Um dem entgegenzu-
wirken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung
von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Wer dagegen
verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen.
Keine Frau im Parlament
Doch nicht alles in dem Land ist so vorbildlich. So sitzt im vanuatuischen Parla-
ment keine einzige Frau, obwohl sich 15 im Jahr 2020 zur Wahl stellten. Frauen
sollen sich „lediglich“ um das Essen, die Kinder und die Pflege der Seniorinnen
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und Senioren kümmern. Auf sogenannten Mammas-Märkten verkaufen viele
Frauen das, was sie erwirtschaften können: Gemüse, Obst, gekochtes Essen und
einfache Näharbeiten. So tragen sie einen Großteil zum Familieneinkommen bei.
Die Entscheidungen treffen die Männer, denen sich Frauen traditionell unter-
ordnen müssen. Machen Frauen das nicht, drohen ihnen auch Schläge. Das be-
legt die einzige Studie über Gewalt gegen Frauen in Vanuatu, die 2011 durchge-
führt wurde: 60 Prozent der befragten 2.300 Frauen gaben demnach an, dass ihr
Mann schon einmal gewalttätig geworden sei.
Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen
weltweit: Zum Beispiel im pazifischen Raum, auch auf Vanuatu. Dort lernen
Frauen, sich über Medien eine Stimme zu verschaffen, damit ihre Sichtweisen
und Probleme wahrgenommen werden. Oder in Indonesien, wo Frauen neben
ökologischem Landbau lernen, welche Rechte sie haben und wie sie um deren
Einhaltung kämpfen.
Auch hier in Deutschland will der Weltgebetstag in diesem Jahr für das Klima tä-
tig werden. Deshalb sind bienenfreundliche Samen im Sortiment, die dazu bei-
tragen sollen, Lebensraum für Bienen zu schaffen und die Artenvielfalt zu erhal-
ten (
https://www.eine-welt-shop.de/weltgebetstag/
).
Der Weltgebetstag
Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über
100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von
Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Allein in Deutschland werden
rund um den 5. März 2021 hunderttausende Menschen die Gottesdienste und
Veranstaltungen besuchen. Mehr Informationen:
www.weltgebetstag.de
Und in Luckenwalde.
Aufgrund der aktuellen Lage werden wir den genauen Ort und die Uhrzeit für
den gemeinsamen Gottesdienst in den Abkündigungen, in den Schaukästen und
im Internet veröffentlichen.
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F ü r K i n d e r
rb
Engel im Anflug - Kinder-Bibel-Tage 2021
Was machen Engel so besonders. Wie sehen sie aus und wie er-
kennen wir Engel im Alltag. Wie kommen Engel in der Bibel vor.
All das und vieles mehr ist Thema der diesjährigen Kinder-Bibel-Tage vom 30.3. -
01.04.2021. Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren sind herzlich eingeladen von
Dienstag bis Donnerstag, in der Zeit von 9 bis 16 Uhr ins Jugendhaus, Zinnaer Str.
52b zukommen. In dieser Zeit gibt es ein buntes Programm mit bekannten und
vielen unbekannten Geschichten, gemeinsamem Basteln, Spielen, Mittagessen
und der leckeren Nachmittagspause.
Der Beitrag von 3,- Euro pro Tag und pro Kind wird zu Beginn am ersten Tag ein-
gesammelt. Die Anmeldungen liegen in den Kirchen, im Gemeindebüro und im
Jugendhaus aus oder können über Diakonin Christina Conrad bezogen werden.
Kindersommerfahrt: Daniel – mutig unterwegs mit Gott
Das ist der Titel unserer Kindersommerfahrt vom 27.06. -
01.07.2021 (Sonntag bis Freitag) nach Körba am See.
Wir, das sind die Gemeindepädagogin Katrin Noglik aus Bes-
tensee/Mittenwalde und Diakonin Christina Conrad, fahren mit
Kindern im Grundschulalter nach Körba am See, ins südliche
Brandenburg. Dort sind wir von Sontag bis Freitag und hören
jeden Tag ein Stück der biblischen Geschichte von Daniel. Außerdem werden wir
auch wieder kleinere Ausflüge unternehmen sowie basteln, gestalten, baden ge-
hen, draußen spielen und vieles weitere gemeinsam erleben.
Am Freitagnachmittag ist in Jüterbog der Abschlussgottesdienst unserer Som-
merfahrt, zu dem die Familien dann herzlich eingeladen sind.
Wir werden mit Kleinbussen unterwegs sein, daher sind die Plätze begrenzt. Die
Plätze vergeben wir wie immer nach Reihenfolge der eingegangenen Anmeldun-
gen. Flyer liegen im Jugendhaus, in den Kirchen, im Gemeindebüro aus oder
können bei mir per Mail (christina.conrad@kkzf.de) angefragt werden. Dieses
Mal wird die Fahrt 150 Euro kosten.
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Inklusive Sprache (Teil 2)
Warum zu inklusivem Reden mehr als nur 2 Geschlechter gehören
Liebe Gemeinde,
einzelne aus der Gemeinde haben mich und meine Kolleg*innen in unserer Rede
über Gott hinterfragt. Beim letzten Mal habe ich etwas dazu geschrieben, was
inklusive Sprache bedeutet und warum mir das auch im Gottesdienst wichtig ist.
Heute in Teil 2: Männlich, Weiblich, mehr.
Wir sind ganz verschieden geschaffen. Die Vielfalt, in der Gott uns geschaffen hat
und die Gott gesegnet hat, erscheint mir als ein Reichtum für unsere Kirche.
Viele Formulierungen, an die wir gewöhnt sind, suggerieren Einheit statt Vielfalt.
So scheint es oft, als würde es ausschließlich zwei Geschlechter geben; und oft
werden zwei Geschlechter – männlich und weiblich – hierarchisch dargestellt:
Männliche Formen sollen vermeintlich alle Menschen mitmeinen. So zu sprechen
wird nicht der Vielfalt der Erfahrungen gerecht. Neue Erkenntnisse sowohl der
Geisteswissenschaften, der Naturwissenschaften als auch der Theologie zeigen,
dass solche Sprache Ungleichheit und Ungleichbehandlung verfestigt.
An die Stelle einer Rede in männlich und weiblich (in der Körperlichkeit und
Emotion oft mit Weiblichkeit verknüpft werden) gehört aus meiner Sicht in den
Gottesdienst eine Sprache, die mehr als dieses binäre Denken zulässt. Mir ist
bewusst, dass in der Schöpfungserzählung gesagt wird: ‚als männlich und weib-
lich geschaffen‘. Ich verstehe Jesus in Mt 19,12 jedoch auch so, dass ihm mehr
als zwei Arten zu sein vor Augen ist. Und mittlerweile gibt es in Personalauswei-
sen die Möglichkeit anzugeben, dass man weder als männlich noch weiblich re-
gistriert sein möchte. Freund*innen von mir haben dafür verschiedene Gründe,
das auch zu tun. Sie alle, die ganze Gemeinde, will ich mit meiner Sprache will-
kommen heißen.
Manchmal scheint es schneller oder einfacher, von „den Jüngern“ Jesu zu spre-
chen, wenn doch auch beispielsweise Maria von Magdala oder Martha zu dem
engen Kreis um Jesus gehören. Es ist nach dem Oben gesagten auch zu kurz ge-
griffen, dauerhaft von „Jüngerinnen und Jüngern“ zu reden. An der Stelle bin ich
auf dem Weg und suche – gerne auch mit Ihnen gemeinsam – nach Wegen, ge-
nauso offen und willkommenheißend zu reden, wie Jesus es tat.
Als Abkürzung und Sammelbegriff für die verschiedenen selbst-Identifikationen
von Menschen in ihrer Geschlechtlichkeit habe ich „LGBTQIA*“ kennen gelernt.
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LGBTQIA* ist eine aus dem englischen Sprachraum übernommene Abkürzung für
lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, intergeschlechtlich, asexuelle oder
agender, mit einem Sternchen als Platzhalter für weitere Geschlechtsidentitäten.
LGBT als Kurzform für alle Geschlechter, Geschlechtsidentitäten und sexuelle
Orientierungen durchgesetzt, die von zweigeschlechtlichen und heterosexuellen
Normen abweichen.
Die Webseite
https://www.ekbo.de/service/gottesdienst-geschlechtergerecht
verdeutlicht, das Gottesdienst immer darauf ausgelegt ist, was dem Menschen
dient – auch sprachlich. Solche Sprache zu benutzen, bedeutet nicht die privile-
gierte Herausstellung der „besonderen“ Position von LGBTQIA*-Mitfeiernden,
sondern: das, was unhinterfragt normiert ist, wird vorübergehend außer Kraft
gesetzt.
Eine Gottesdiensteröffnung kann beispielsweise so klingen: „Im Namen Gottes,
Ursprung und Ziel des Lebens, im Namen Jesu Christi, Grund der Liebe, im Na-
men des Heiligen Geistes, Fülle des Lebens.“
Ein Segen kann beispielsweise so klingen: „Gottes Segen bewahre dich vor Ein-
samkeit, der Segen Gottes berühre dein Herz und schenke dir Licht in der Dun-
kelheit, damit du Ruhe findest in dieser bewegten Zeit.“
Ihr Pfarrer Jonathan Steinker
#beziehungsweise - jüdisch und christlich:
näher als du denkst"
Die Landeskirche setzt ein Zei-
chen gegen Antisemitismus,
der auch christliche Wurzeln
hat, und regt an, die enge
Verbundenheit des Christen-
tums mit dem Judentum zu
erkunden.
#beziehungsweise versteht
sich auch als ein Beitrag zum Festjahr 2021: "1700 Jahre Jüdisches Leben in
Deutschland".
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Pfarrer Jonathan Steinker
Markt 13
.
610 150
und
0151
-
57204142
.
jonathan.steinker@ekbo.de
Sprechzeiten im Wec
hsel mit Frau Koppehl
dienstags 10
-
12 Uhr und nach Vereinbarung
im Pfarrhaus Markt 13
Gemeindebüro
:
Markt 13
.
610 925, Fax 402 269
.
evkirche.luckenwalde@t
-
online.de
Dienstag 9
-
12 Uhr
Donnerstag 9
-
12 Uhr
Das Büro sollte nur nach telefonischer Anmeld
ung au
f-
gesucht werden
.
Pfarrerin Elisabeth Koppehl
Zinnaer Str. 52 b
.
678 153 und 0157
-
30424169
.
elisabeth.koppehl@gemeinsam.ekbo.de
Evang. Kindergarten:
Leiterin: Viola Horn
Neue Baruther Str.25
-
26
.
4047634
.
ev.
-
kita.luckenwalde@diakoniewer
k
-
simeon.de
Diakonin:
Christina Conrad
.
678 350 und 0160
-
91913361
.
christina.conrad@kkzf.de
Katechetin:
Sonja Hepprich
.
614 430
.
sonja.hepprich@kkzf.de
Krankenhausseelsorger:
Pfarrer Christian Jänicke
.
699743 oder 03377
-
3303384
.
ch.jaenicke@kkzf.
de
Kirchenmusikerin:
Hanna
-
Maria Hüttner
.
01714769269
.
hanna
-
maria.huettner@t
-
online.de
Friedhof „Vor dem Baruther Tor“:
Kirchhofsweg 1
-
2
.
610 910
.
evfriedhof.luckenwalde@gmx.de
Bürozeiten: werktags 9
11 Uhr
Donnerstag auch 14
-
17 Uhr
S
uperintendentur Zossen
-
Fläming
Kirchplatz 4, 15806 Zossen
.
03377 335 610 / Fax 03377 335 612
Internetseite des Kirchenkreises:
www.kkzf.de
Spendenkonto der Kirchengemeinde Luckenwalde
Ev. Kirchenkreisverband Süd
Berliner Sparkasse
IBAN: DE44 1005 0000 4955 1904 27 BIC: BELADEBEXXX
Impressum
Herausgeber: Evangelische Kirchengemeinde Luckenwalde
Pfarrer Jonathan Steinker v.i.S.d.P.
.
610 150, Kornelia Puls
.
642 538,
Jasmin Bergemann, Harri Wöhrmann .
.
611 065
.
gemeindebrief@evkirche
-
luckenwalde.de
Gemeindebriefdruckerei Groß Oesingen, Auflage: 1.500 Stück
Nächster Redaktionsschluss:
12
. März 2
021, Ausgabetermin: 24. März 2021
Internetseite unserer Kirchengemeinde: www.evkirche
-
luckenwalde.de
Hier finden Sie über „Rückblick“ Bildergalerien zu kirchlichen Veranstaltungen
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Fotos vom Heiligabend-Gottesdienst in Frankenfelde
Fotos: I. Neumann
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