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# w i r s i n d d a “
Fotos:
Birgit Szalek, Vikarin Lena Müller, Jens Szalek,
Carola Kunze, Carola Kisser, Diakonin Christina
Conrad
v.l.n.r.
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Liebe Gemeinde,
in den vergangenen Tagen hatte ich mir Gedanken zur Audioandacht gemacht
und fand dabei die Losung vom 1. Mai bemerkenswert. Diese Gedanken möchte
ich nun auch allen Gemeindebrieflesern weitergeben.
Der 1. Mai. „Tag der Arbeit" steht in meinem Amtskalender. In der DDR war das
ein wichtiger Feiertag; da wurde gerade nicht gearbeitet, sondern alle wurden
mehr oder weniger gedrängt, zu den organisierten Maiumzügen zu gehen.
In diesem Jahr gab es aber kaum Umzüge oder Demonstrationen. Wir sind aus-
gebremst! Viele unserer gewohnten Tätigkeiten müssen ruhen. In vielen Betrie-
ben, in der Industrie und in kleineren Geschäften und Unternehmen gibt es
Kurzarbeit oder gar Stillstand und Entlassungen.
Und nun lese ich das Losungswort für den 1. Mai 2020:
„Ist denn die Hand des Herrn zu kurz."
Dieser Satz steht im 4. Buch Mose Kap.11, Vers 23. Was haben die Herrnhuter
Brüder da für ein Wort herausgefischt. Ist das wirklich ausgelost worden.
Merkwürdigerweise fällt mir in diesem Zusammenhang ein ganz anderes Wort
ein, das ich früher gehört habe:
„Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will".
Wessen „starker Arm" ist eigentlich heute am Werk. Vorsicht! Keine vorschnel-
len Schlüsse ziehen! Dieses Zitat: "Alle Räder stehen still..." ist über 150 Jahre
alt. Es entstammt einem Gedicht, das der Stuttgarter Dichter Georg Herwegh
verfasst hat. Zu Beginn der Arbeiterbewegung wurde es 1863 zum Bundeslied
der neu gegründeten Sozialdemokratischen Partei. In der damaligen Zeit gab es
wohl katastrophale Zustände für die Arbeiter besonders in der Großindustrie, die
zu dieser Arbeiterbewegung führten.
Das Losungswort aus dem 4. Buch Mose ist ca. 3000 Jahre alt. Es stammt aus der
Zeit, als das Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens entflohen war. Jetzt be-
fand es sich auf der Durststrecke - einer beschwerlichen Wüstenwanderung. Das
verheißene „gelobte Land" lag noch in weiter Ferne. Die Klagen über den allge-
genwärtigen Mangel wurden immer lauter. Mal gab es kein Wasser, mal gab es
kein Brot, und Fleisch schon lange nicht mehr. Immer wieder musste Mose sich
die Vorwürfe anhören: „Wären wir doch lieber bei den Fleischtöpfen Ägyptens
geblieben! Wie lange sollen wir diese Not noch aushalten". Es war gewiss für
alle eine schwere Zeit, und die Einen hatten vielleicht mehr zu leiden als die An-
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deren. Aber wie oft in Notzeiten, wurde auch übertrieben. Von „Fleischtöpfen"
konnte auch in Ägypten kaum die Rede sein. Und schließlich gab es ja auch im-
mer wieder Hilfe. Mal gab es plötzlich Wasser aus dem Felsen, mal gab es das
sogenannte „Manna" - das Brot vom Himmel. Es sah aus wie kleine Samenkörner
und lag morgens wie Tau auf der Erde. Und immer wieder flehte Mose zu Gott
und berief Helfer, dass es einigermaßen gerecht und ordentlich zuging. Und auch
dieses Mal, als es um die Klage nach Fleisch ging, gab es wieder Hilfe. Ein Wind
trieb Scharen von Wachteln vom Meer heran, die, nun erschöpft, geradezu vom
Himmel fielen. Aber ob das die Menschen als Hilfe Gottes erkannt haben. Selbst
Mose zweifelt, ob Gott dieses große Volk ernähren kann. In diese Situation
kommt Gottes Stimme:
„Ist denn die Hand des Herrn zu kurz."
Lesen Sie es doch mal nach im 4. Buch Mose Kap. 11.
Ich sehe oder höre in dieser Geschichte die grundsätzliche Frage nach dem Gott-
vertrauen.
Die Losungsleser unter uns wissen: Es gibt noch ein zweites Bibelwort für jeden
Tag - den sogenannten Lehrtext. Für den 1. Mai lautet er so:
„Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch
spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit
nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Darum sollt ihr nicht sorgen
und sagen: Was werden wir essen. Was werden wir trinken. Womit werden
wir uns kleiden." Matthäus 6, 28.29.31
Ist das nicht verantwortungslos. Darf und kann man so sorglos in den Tag hinein-
leben.
Nein! Christen sind nicht naiv! Jesus Christus hat mit diesem bildlichen Vergleich
nicht gemeint, dass wir nicht mehr arbeiten oder uns um nichts mehr zu küm-
mern brauchen. Es geht auch hier in diesem Text wieder um die grundsätzliche
Frage nach dem Gottvertrauen. Das schließt nicht aus, dass wir uns um unseren
Lebensunterhalt bemühen, aber eben nicht nur für uns allein, sondern dabei
auch die anderen Menschen im Blick haben - also immer wieder die Frage nach
der Gerechtigkeit stellen. In der Bibel gibt es auch dafür viele Texte und Gleich-
nisse. Diese Frage nach der Gerechtigkeit war ja auch ein Anliegen der Arbeiter-
bewegung.
Vielleicht kann die Coronakrise ein Anstoß sein, uns manchen Fragen wieder
ganz neu zu stellen, zum Beispiel:
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.
Wo liegen heute die Schwerpunkte, die dringend einer Veränderung bedürfen
in der Wirtschaft, in der Politik, in der Kirche.
.
Wo sind unsere Nöte und Ängste, und wie können wir auch in unserem klei-
nen Umfeld dabei helfen, dass niemand darin verloren geht.
.
Wo finden wir Halt und Zuversicht.
Gerade zu dieser Frage nach Halt und Zuversicht sind mir manche Gesangbuch-
verse sehr nahe und hilfreich. Zum Beispiel aus dem Lied: „Wer nur den lieben
Gott lässt walten" - im Gesangbuch Nr.369
Besonders die Verse 2 und 7 erscheinen mir auch für unsere augenblickliche Si-
tuation passend:
Vers 2
„Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach. Was
hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach. Wir machen unser
Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit"
Vers 7
„Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu, und trau
des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine
Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht."
Ich wünsche Ihnen - ja eben uns allen, dass solche Verse unser Gottvertrauen
und damit auch unsere Zuversicht stärken.
Gott stärke und begleite Sie jeden Tag
Helmut Sell
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Ostern macht Mut!
Ostern war dieses Jahr ganz anders als gewohnt. Auch in unserer Kirchenge-
meinde. So viel Schönes war geplant: der Frühgottesdienst mit drei Erwachse-
nentaufen, das Osterfrühstück, der Gottesdienst für Groß und Klein, und Oster-
montag hätte es im Gemeindegottesdienst noch eine Taufe gegeben.
Jetzt war Umdenken angesagt. Wichtig war uns: Die Osterbotschaft soll verkün-
det werden! Ganz besonders und gerade in dieser Zeit der Verunsicherung und
der Bedrohung durch eine lebensgefährliche Krankheit. Denn: Ostern macht
Mut! Gott ist stärker als der Tod und verwandelt unser Leben auf ganz ungeahn-
te Weise.
Eine grundsätzliche Verwandlung haben wir dann in der Dienstbesprechung be-
schlossen: Wenn wir nicht in unseren Kirchen und Räumen feiern können, tragen
wir die Botschaft konsequent nach draußen – auf die Straßen, dahin, wo die
Menschen sich ohnehin bewegen, denn extra hinweisen und einladen durften
wir nicht.
So entstanden an verschiedenen Punkten in Luckenwalde Stationen zu dem Mot-
to „Ostern macht Mut“: 100 bemalte Hoffnungssteine wurden ausgelegt, bunte
Schmetterlinge (von Menschen aus der ganzen Gemeinde gefaltet) flatterten im
Wind, Mutmachsprüche konnten auf Fuß- und Radfahrwegen entdeckt werden,
„Hoffnung hamstern“ ließ es sich an mehreren christlichen Kirchen Luckenwal-
des. Schokoladeneier haben wir versteckt und eine Superheld*in-Stellwand ge-
stalten lassen, mit der man sich fotografieren lassen konnte. Eine „Lobstation“
gab es am Pfarrhaus Markt 13 und unsere Kantorin Hanna Hüttner gestaltete
eine wunderschöne Osterpostkarte zum Weitergeben, von der es auch noch letz-
te Restposten gibt.
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Um 11 Uhr lief darüber hinaus noch die Mitmachaktion „Christ ist erstanden“:
Die Fenster sollten geöffnet werden und da, wo man gerade war, der bekannte
Hymnus gesungen oder gespielt werden. Mindestens 25 Haushalte haben sich
beteiligt, das war toll! Einen Videozusammenschnitt gibt es bei YouTube zu se-
hen.
Die Kirchenöffnung von St. Johannis und St. Jakobi war sowohl an Karfreitag als
auch an Ostern durch ehrenamtliche Helfer*innen begleitet. So ergab sich auch
am Rande so manches schöne Gespräch. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ostern war ganz anders als gewohnt. Aber schön war es dennoch.
P.S.: Einige unserer Stationen können Sie immer noch aufsuchen: „Hoffnung
hamstern“ an der St. Johanniskirche, Schmetterlinge an St. Jakobi und auf dem
Ev. Friedhof, die Superheld*in-Fotowand in St. Jakobi.
„Fürchtet euch nicht!"
In der vorösterlichen Woche begab es sich, dass wir ein kleines Stoffsäckchen in
unserem Briefkasten fanden, darin enthalten ein kleiner handbemalter Stein, auf
dem ein Engel zu sehen ist. Anbei ein kleiner Zettel mit der Aufschrift "Fürchtet
euch nicht!" Großes Erstaunen und freudige Überraschung.
Ich stelle mir seitdem fast täglich die Frage „Wovor fürchte ich mich eigentlich
am meisten in der gegenwärtigen Situation." Es gibt viel, wovor man in dieser
Zeit Angst haben kann. Angst vor Ansteckung und Krankheit, vor Verlust, vor so-
zialer Vereinsamung, vor dem leeren WC-Papierregal, vor Überforderung, vor
Kurzarbeit, vor finanziellen Einbußen, davor, sich selbst beschäftigen zu müssen
(Fremdbespaßung ist doch so viel schöner), und und und...
Mich hat etwas anderes sehr erschreckt. Im Rücken dessen, das die Menschheit
gegen Corona kämpft, führt ein asiatisches Land skrupellos Atomwaffentests
durch. Diese Kaltblütigkeit hat mir richtig Angst gemacht. Vorige Woche hat eine
meiner älteren Patientin geweint, weil sie durch Corona keinen Besuch empfan-
gen darf. Wie würde ich damit umgehen. Das würde mir auch Angst machen.
Es gäbe noch sehr viel zu sagen zu diesem Thema. Herzlichen Dank an alle Betei-
ligten der Briefkastenaktion für ihre Mühe und den dadurch gegebenen Denkan-
stoß. Vielleicht gibt Gott uns ja mit Corona die Chance, nochmal zurück zu rudern
und das Maß aller Dinge anders zu bewerten. Drum fürchtet euch nicht, neue
Wege zu beschreiten, denn Gott ist dabei!
Ute Bergemann
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Neues aus dem Ev.
K in der garten
Unsere Bibelwoche fand am 13.03.2020 mit dem Theater-
stück „ICH BIN STARK“ ihren Höhepunkt. Am Vormittag konn-
ten die Großeltern und am Nachmittag die Eltern den Kindern
ihre Bewunderung dafür schenken. An diesem Tag kamen dann auch für uns die
Informationen, dass wir auf Grund des Corona-Virus´ leider den Betreuungsum-
fang für die Kinder einschränken müssen. Für uns alle war diese Nachricht er-
schreckend, weil dadurch die Auswirkungen intensiv spürbar wurden. Uns als
Team ist es sehr wichtig, den Kontakt zu den Kindern und auch Eltern in dieser
„Quarantäne“ aufrechtzuerhalten. Zum Osterfest bekam jedes Kind per Post ei-
nen Brief aus dem Kindergarten nach Hause geschickt, um ihm zu zeigen, dass
wir es nicht vergessen. Die Kinder freuten sich bestimmt sehr darüber und öffne-
ten diesen mit viel Freude und Spannung. Sie sollen alle das Gefühl bekommen,
dass sie dennoch Teil des Kitaalltages sind und deshalb bekamen sie neben dem
Brief auch kleine Aufgaben, die mit viel Freude verbunden waren. Wir haben be-
reits viele bunte Regenbogen, Naturmandalas und auch Briefe zurückerhalten,
welche in der Kita ausgehängt werden. Auch die Eltern bekamen per E-Mail ei-
nen Brief, weil wir auch ihnen mitteilen wollen, dass wir dennoch jederzeit An-
sprechpartner sind und auch an sie denken.
Die Kinder, die in der Notbetreuung sind, genießen die Zeit in kleinen Gruppen
intensiv. Viele Kinder
äußern, dass sie die
Ruhe genießen, aber
auch ihre Freunde
vermissen. Auch wir
Erzieher freuen uns
über alle Kinder, die
wir in der Notbetreu-
ung haben. Dennoch
fehlen uns auch alle
anderen, die wir mo-
mentan nicht sehen können. Es werden in kleinem Rahmen viele Gespräche ge-
führt, gebastelt, gespielt, gegessen und Ruhephasen eingehalten.
Wir wünschen allen Familien weiterhin viel Gesundheit und freuen uns auf ein
gemeinsames Wiedersehen.
Madlen Schulz und Claudia Schulze
Erzieherinnen aus der Evangelischen Kindertagesstätte
Neues aus dem e
v. Kindergarten
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100 Tage im Amt
Eine erste Zwischenbilanz von Pfarrer Jonathan Berchner
Das Interview führte Horst Kupfer
HK: Herr Berchner, Sie sind 100 Tage im Amt. Ihre Schonzeit ist abgelaufen.
JB: Eine Schonzeit. Das war mir gar nicht bewusst. Ich bin in der ersten Woche
mit 5 Gottesdiensten (zwei Sonntage, KiTa und Seniorenheim) und dem Informa-
tionstreffen zum Umbau Petri gleich voll eingestiegen.
HK: Luckenwalde ist ihre erste Stelle als Pfarrer, Sie sind hier ins kalte Wasser
gesprungen. Haben Sie sich schon freigeschwommen.
JB: Ich denke schon. Ich werde aber natürlich weiter Erfahrungen sammeln. Nach
einem Jahr weiß man mehr.
HK: Also, Sie haben sich schon eingelebt. Sind
alle Umzugskartons ausgepackt.
JB: Den Weg zum Bahnhof und zu den Kirchen
in der Stadt kenne ich schon. In der Wohnung
gibt es noch kleine Baustellen, und dann ist da
ja noch der Garten hinter dem Haus.
HK: Welche Eindrücke haben Sie von ihrem
neuen Umfeld gewonnen.
JB: Die Gemeinde ist weltoffen. Die Gemeinde
ist präsent in der Stadt. Die Leute bringen sich
gern mit ein, sie packen mit an und wollen et-
was bewegen. Wir werden gute Traditionen
beibehalten und neues ausprobieren. Mit der
Bürgermeisterin Elisabeth Herzog- von der Hei-
de gibt es für Ostern schon eine gute Zusam-
menarbeit.
HK: Haben Sie sich ihre neue Wirkungsstätte so vorgestellt.
JB: Als Luckenwalde vorgeschlagen wurde, haben wir einen Spaziergang durch
die Stadt gemacht. Luckenwalde hat hübsche Ecken. Es ist schön hier. Die Leute
fragen, was läuft. Ich stehe mit meiner Arbeit nicht allein da, sondern es gibt ein
Team, das gefällt mir gut. Die kulturellen Möglichkeiten haben wir noch nicht
ergründet. Wenn ich wirklich mit dem Auto fahre - ich bin meistens mit dem
Fahrrad unterwegs - ist es toll: überall bekommt man einen Parkplatz.
HK: Was wollen und können Sie ändern. Was steht da auf ihrem Wunschzettel.
JB: Ich möchte gerne die Gottesdienstzeiten verändern – so, dass ich einen Got-
tesdienst in Ruhe zu Ende bringen und die Menschen verabschieden kann, und
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dann entspannt zum nächsten Gottesdienst komme. Mir schweben viele ge-
meinsame Projekte mit Pfarrerin Daser, Pfarrer Hoppe und Pfarrer Wolf vor. Ich
möchte genau hören, was da möglich ist und wohin die Energie der Gemeinde
geht.
HK: Sie haben bestimmt auch viel Positives gesehen.
JB: Na klar. Zum Beispiel der Gemeindekirchenrat, der Lektorenkreis, die kreative
Jugendarbeit, Herr Kisser, der sich im Seniorenheim verdient macht, Leute, die
die Gemeindebriefe austragen, und nicht zuletzt die geplante Stolpersteinverle-
gung. Hier ist viel los in der Gemeinde.
HK: Sie sind ein vielseitiger, lockerer Mensch, sie schreiben Geschichten, spielen
Gitarre und tanzen gern. Bleibt Ihnen überhaupt noch die Zeit für ihre Hobbys.
JB: Was wichtig ist, dafür nehme ich mir die Zeit. Ob ich eine Predigt schreibe
oder eine Geschichte, das hat viel gemeinsam. Auf der Gitarre spiele oft auch im
Gottesdienst. Ich engagiere mich im Netzwerk foodsharing
(www.foodsharing.de). Das ist eine ehrenamtliche Initiative, die dafür eintritt,
dass keine Lebensmittel weggeworfen werden. Zum Beispiel wenn sie falsch eti-
kettiert sind oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist – oft sind die
Lebensmittel dann noch einwandfrei. Sie werden dann an andere Menschen wei-
ter verteilt.
HK: Kennen Sie ihre Vorgängerin Frau Hennings, und haben Sie sie schon kontak-
tiert.
JB: Nein, ich bin ihr nicht begegnet. Vielleicht ergibt sich das noch. Mir ist wichti-
ger, mit den Menschen zu arbeiten, die hier vor Ort sind.
HK: Ihre Verlobte hat das Versprechen, mit nach Luckenwalde zu ziehen, einge-
löst. War viel Überredungskunst nötig, um sie davon zu überzeugen.
JB: Nein, gar nicht. Für mich ist es ein Aufbruch, für sie ein Abenteuer. Und die
Überzeugung zueinander, die trägt uns. Wenn die Gemeindemitglieder diesen
Gemeindebrief in den Händen halten, heißen wir Jonathan und Kathy Steinker.
Über die Namensfrage haben wir viel mehr geredet als über den Ort meiner Ent-
sendung.
HK: Ihre Tochter lebt bei ihrer Mutter in Berlin. Haben Sie einen Draht zu ihr.
JB : Auf alle Fälle. Kürzlich haben wir zu ihrem 13. Geburtstag per Video telefo-
niert. Ich freue mich drauf, wenn wir uns wieder gegenseitig besuchen kommen
können.
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HK: Die Corona-Krise ist wohl die bisher größte Herausforderung in Ihrer Lu-
ckenwalder Amtszeit. Ausgefallene Gottesdienste und alle kirchlichen Veranstal-
tungen mussten abgesagt werden,
JB: Die zwischenmenschlichen Kontakte, wie wir sie gewohnt sind, fehlen natür-
lich. Die gestalten sich anders. Das klingt jetzt vielleicht dick aufgetragen: Es kann
auch seelische Umarmungen geben. Per Brief, per Telefon, über den Gartenzaun.
Per Internet und Telefonketten sind wir verbunden. Mich freut, dass die Kirche
jetzt den digitalen Raum bewusst gestaltet. Die Audioandachten, die wir in der
Passionszeit begonnen haben, werden wir weiterführen. Ich kann mir vorstellen,
mal einen Live-Gottesdienst anzubieten, als Telefonkonferenz, wo sich jede und
jeder einwählen kann. Und ich staune, wenn ich die Nachrichten sehe, wie sau-
ber der Himmel sein kann, wenn die Leute zu Hause bleiben. Ich hoffe, das führt
langfristig zu einem Umdenken.
HK: Was raten Sie ihren Gemeindemitgliedern in Bezug auf das Coronavirus.
JB: Bleiben sie geduldig, auch wenn die Beschränkungen schrittweise zurückge-
nommen werden. Das Leben wird sich danach verändern, das kann ein halbes
Jahr und länger dauern. Nehmen sie Rücksicht aufeinander. Und bringen Sie sich
ein – denn genau da lebt Gemeinde.
HK: Sie sind hier, wie es so schön heißt, als Pfarrer auf Probe, also für zwei Jahre.
Müssten Sie sofort eine Entscheidung fällen ob Sie länger bleiben. Wie würde die
ausfallen.
JB: Da fragen Sie ja was! Es ist noch nicht an der Zeit, diese Entscheidung zu tref-
fen. Ich könnte es mir schon vorstellen, ich würde mich freuen. Das müssen wir
aber gemeinsam wollen – im Team und mit dem Gemeindekirchenrat. Wir haben
diese zwei Jahre zum gegenseitigen Kennenlernen, wir werden sie nutzen.
Herr Berchner ich bedanke mich für dieses Gespräch. Ich wünsche Ihnen eine
gute Zeit.
Bleiben Sie gesund.
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Liebe Gemeindeglieder,
bis Redaktionsschluss waren leider noch keine Termine und Orte für Go
ttesdienste
bekannt. Sie werden aber über alle möglichen Kommunikationswege über Verä
n-
derungen informiert.
Außer den Gottesdiensten im Rundfunk und Fernsehen bietet unsere Gemeinde
aber auch folgende Möglichkeiten an:
Johannis
-
und Jakobikirche sind täglic
h von 11 bis 15 Uhr zum stillen Gebet geöf
f-
net. Die Pfarrer stehen dann oft für Seelsorgegespräche zu Verfügung.
Andachtsimpulse werden auf der Homepage als Audioandacht und auf YouTube
unter dem Titel
Zahnputzandacht" veröffentlicht.
Die Audioandacht der
aktuellen Woche ist auch am Telefon unter der Nummer
03371
-
60 98 95 4 zu hören
getauft wurde:
1
Wir trauern um:
1
2
Gottesdienste
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Liebe Gemeindeglieder,
in den nächsten zwei Monaten wurden keine Kreise geplant.
Bibelwoche 2020
Eine Information für alle, die an der Bibelwoche Interesse haben: wir können
noch nicht mit Sicherheit sagen, ob sie vom 15. bis 18. Juni so stattfinden kann,
wie wir es geplant hatten.
Am 27. Mai treffen sich noch einmal die Vertreter*innen der christlichen Kir-
chengemeinden in Luckenwalde zu einer Videokonferenz.
Spätestens in der Woche ab dem 1. Juni werden wir Sie über alle verfügbaren
Kanäle informieren, wie die Entscheidung ausfällt. Bitte halten Sie die Augen auf,
welche aktuellen Informationen dann als Aushang, im Wochenbrief, in der Sig-
nal-Gruppe, auf der Homepage, ggf. auch in der Zeitung zu finden sein werden.
Kinder-Sommerfahrt :
KEINE GEMEINSAME ZEIT MIT DANIEL
Aufgrund der aktuellen Situation muss die Kinder-Sommerfahrt zum Groß-
Vätersee leider ausfallen. Ich wünsche allen Familien einen gesegneten Sommer.
Bleiben Sie gesund und munter...
Viele Grüße,
Christina Conrad
Gemeindebüro Öffnungszeiten:
Das Büro ist zu den Öffnungszeiten besetzt, bleibt aber geschlossen.
Sobald ausreichend Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind, werden wir wieder
für Besucher öffnen. Wir werden zu gegebenem Zeitpunkt per Aushang und auf
der Homepage darüber informieren.
Falls Sie (z.B. für das Kirchgeld) vorbeikommen möchten, kündigen Sie sich bitte
telefonisch im Büro an.
Gruppen, Kreise, Themen
Aktuelle Informationen
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Veränderte Sprechzeiten:
Das Büro ist bis Ende Juli auch am 1. Donnerstag im Monat nur vormittags tele-
fonisch besetzt. Rufen Sie uns an 610 925 oder schicken Sie uns eine E-Mail an
evkirche.luckenwalde@t-online.de.
Für alle dringenden Angelegenheiten sind Pfarrerin Daser und Pfarrer Steinker
auch außerhalb der Bürozeiten erreichbar. (Die Kontaktdaten finden Sie auf der
letzten Seite im Gemeindebrief.) Bitte beachten Sie dabei, dass auch Pfarrerin
Daser und Pfarrer Steinker einen freien Tag in der Woche planen. Frau Daser hat
am Montag frei und Pfarrer Steinker am Freitag.
Audioandachten
Wir haben eine Nummer mit Ortsvorwahl geschaltet, unter der man die Audio-
andacht der aktuellen Woche am Telefon hören kann: 03371 - 60 98 95 4
Die Signal-Gruppe
- Was ist das und wozu braucht man das.
(Dieser Artikel ist besonders relevant für Menschen, die ein Smartphone benut-
zen.)
Sie haben vielleicht mitbekommen, dass wir im kostenlosen Messenger "Signal"
eine Chat-Gruppe der Kirchengemeinde gibt. Bekannter ist das Programm
WhatsApp, das einen ähnlichen Funktionsumfang hat.
Wir haben uns als Kirchengemeinde entschieden, das etwas sicherere Programm
Signal zu nutzen. Damit folgen wir der Richtlinie des Kirchenkreises für die Mit-
arbeitenden.
Die Signal-Gruppe ist ein guter Ort, um miteinander im Kontakt zu bleiben: für
den Austausch untereinander, für kurzfristige Absprachen und auch für kurze
Andachtsimpulse, die wir z.B. als Video in die Chat-Gruppe posten.
Falls Sie sich also entschließen, sich einen Messenger für das Smartphone zuzu-
legen, können Sie bei Signal in die Gruppe aufgenommen werden.
(Die WhatsApp-Gruppe der Kirchengemeinde, die derzeit noch existiert, werden
wir mit dem Beginn der Sommerferien nicht mehr bedienen. Spätestens zum
Sonntag, 21. Juni werden die Mitarbeitenden die WhatsApp-Gruppe zugunsten
von Signal verlassen.)
Informationen zum Programm gibt es auf
www.signal.org
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Namensänderung
- Liebe Gemeinde,
in der Corona-Zeit verändert sich einiges - mein Nachname hat sich auch geän-
dert.
Ich habe im April standesamtlich geheiratet und den Namen meiner Frau ange-
nommen. "Pfarrer Steinker" ... daran muss ich mich erst noch gewöhnen.
Die kirchliche Hochzeit wird voraussichtlich im kommenden Jahr stattfinden,
wenn man sich wieder treffen und hoffentlich wieder ausgelassen feiern kann.
Ich freue mich drauf, Sie wieder zu sehen.
Ihr Pfarrer Jonathan Steinker
Erste Kinder-Trauergruppe im Landkreis
Der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst Luckenwalde hat im Stadtzentrum
Räume für eine Kinder-Trauergruppe eingerichtet. Es ist die erste im Landkreis
Teltow-Fläming.
Die Kirchengemeinde ist Ansprechpartnerin für den Verein und veranstaltet jähr-
lich eine gemeinsame Gedenkfeier.
Der Verein bietet unter anderem an:
- Die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehöri-
gen zu Hause, in Heimen und Krankenhäusern,
- Ein Trauercafé als Gesprächsmöglichkeit für Hinterbliebene,
- Beratung zu Vorsorge- und Patientenverfügungen.
Falls Sie Menschen kennen, für die die Trauerbegleitung durch den Verein pas-
sen könnte, erreichen Sie den Ambulanten Palliativ- und Hospizdienst unter
03371/699 177 bzw.
palliativ-hospiz-luk@gmx.de
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Wir sind da! – Auch in der Corona-Zeit
In der Dienstbesprechungsrunde der Kirchengemeinde entstand die Idee, aus
den einzelnen Arbeitsbereichen kurze Beiträge unter der Überschrift
"#wirsindda" zu verfassen.
Es grüßen ganz herzlich aus dem Gemeindebüro:
Carola Kisser und Carola Kunze
Abwechselnd sind wir im Büro zu den Sprechzeiten anwesend.
Alle anfallenden Büroarbeiten, wie zum Beispiel Klärung von Grundstücksfragen,
Begleitung der Bauprojekte, Führung der Kirchenbücher und Pflege der Mitglie-
derdatei werden von uns weiterhin erledigt.
Wir stehen nach wie vor im engen Kontakt mit unserem Verwaltungsamt, dem
Kirchenkreis, dem Kirchlichen Bauamt, mit Firmen zur Ausführung von Aufträgen
sowie mit allen notwendigen öffentlichen Einrichtungen.
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Mitteilungen, können Sie sich gern an uns
wenden. Rufen Sie uns an 610 925 oder schicken Sie uns eine E-Mail
evkirche.luckenwalde@t-online.de.
Wir freuen uns über jeden Kontakt. Bleiben Sie gesund und behütet.
Wir sind da: In der Haus– und Geländewirtschaft
Birgit Szalek und Jens Szalek
Gras wächst immer, und Staub lässt sich auch von Corona nicht zurückdrängen.
Jens und Birgit Szalek haben krisenfeste Aufgabengebiete. Sie halten den Laden
in Schuss, drinnen und draußen. Eine große Hilfe gab es in den letzten Wochen
bei der Grundstückspflege durch Herrn Zimpel, der einige Sozialstunden in unse-
rer Gemeinde abgeleistet hat. Nachdem das Gelände an der Jakobikirche auf
Vordermann gebracht worden war, wurde Petri von allem ungewollten Bewuchs
befreit. Ansonsten wurde das restliche Laub auf unseren Grundstücken beseitigt
und in Frankenfelde hinter der Kirche gemäht. Herr Szalek träumt übrigens von
Schafen für so manches unwegsames Gelände. Die sind leider noch nicht da,
aber was nicht ist…
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Wie sind wir für Sie da. Arbeit mit Kindern
Christina Conrad
Eine schöne, intensive Bibelwoche in der Kita zum Thema “Ich bin stark“ war
mein letzter Höhepunkt.
Danach änderte sich vieles. Eine direkte Arbeit mit Kindern, ob in der Kita, in der
Kindergruppe oder bei anderen Projekten in der Kirchengemeinde, war nicht
mehr möglich. Deshalb schrieb und schreibe ich Themenbriefe für die Familien.
Jeweils zu einer Bibelgeschichte erfahren die Familien die Geschichte auf ver-
schiedenen Wegen: ob mit einer Geschichte zum Lesen in kindgerechter Sprache
und etwas zum Basteln, Spielen, Backen oder zum Selberausprobieren.
Wer dies jetzt zum ersten Mal liest und Interesse am nächsten Brief hat, melde
sich bitte bei mir.
Auf dem Friedhof
Cornelia Schulze, Lutz Haegel, Uwe Pirsch
Bei uns herrscht viel Alltag: Bestattungen vor- und nachbereiten (die allerdings
nicht in der Kapelle, sondern nur am Grab stattfinden), Gespräche mit Angehöri-
gen führen, das Kümmern um Grabstellen.
Zurzeit sind wir sehr mit dem Gießen von ca. 100 Pflegegräbern sowie ca. 30
Bäumen, die in den letzten Jahren gepflanzt wurden, beschäftigt. Allerhand fällt
an: wir reparieren Pumpen, kümmern uns um die Abfallkörbe, ... außerdem gibt
es auf dem gesamten Friedhof in dieser Zeit viel zu mähen.
Wir hoffen, dass wir bald mit dem Verlegen von Wasserleitungen beginnen kön-
nen. Dazu mehr im
nächsten Gemein-
debrief.
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Das Pfarrteam
Julia Daser & Jonathan Steinker
Die Arbeit im Pfarramt hat sich verändert. Statt Besuchen, Gruppen und Gottes-
dienstversammlungen standen in den letzten Monaten Videokonferenzen, Tele-
fonate und Briefeschreiben auf der Tagesordnung.
Wir schreiben abwechselnd einen wöchentlichen Brief an diejenigen Haushalte,
die ihn erhalten wollen. So erreichen wir derzeit 28 Haushalte auch offline und
können gelegentlich noch etwas (eine CD, etwas zum Basteln, etc.) beilegen.
Wir öffnen täglich die Kirchen Johannis und Jakobi von 11 bis 15 Uhr zum stillen
Gebet und stehen für Seelsorgegespräche zu Verfügung.
Andachtsimpulse entwickeln wir und stellen sie z.B. auf die Homepage (als Audi-
oandacht) und auf YouTube (unter dem Titel „Zahnputzandacht").
Daneben passiert das Alltagsgeschäft: Sitzungen und Vernetzungsgespräche, Ab-
sprachen und Koordination, Konfirmandenarbeit und Junge Gemeinde, Bautätig-
keiten begleiten, Geburtstagskarten verschicken und auf eine Zeit hin planen, in
der Begegnungen wieder leichter möglich sein werden als gerade.
Vikarin Lena Müller
Irgendwie hatte ich mir den Beginn meines Gemeindevikariats anders vorge-
stellt. Kaum war ich in Luckenwalde angekommen, begannen die Ausgangsbe-
schränkungen. So hatte ich leider bei einigen von Ihnen noch nicht die Gelegen-
heit, Sie persönlich kennen zu lernen.
Diese ungewohnte Situation lässt uns neue Wege gehen. Ich freue mich, unter-
schiedliche digitale Formate auszuprobieren. Die erste Passionsandacht, die als
Audioandacht online gestellt wurde, habe ich spontan mit meinem Handy in der
Küche aufgenommen – das war aufregend. Es war ein großer Spaß, als wir uns im
Pfarrteam die Zahnputzandachten ausgedacht haben und noch mehr Spaß
macht mir die Umsetzung dieser Idee.
Viele Gruppen lerne ich in Videokonferenzen kennen – sei es der Gemeindekir-
chenrat, die hauptamtlichen Jugendmitarbeitenden oder die junge Gemeinde.
Das ist ein ungewöhnliches Gefühl, aber ich bin froh, dass wir diese technischen
Möglichkeiten haben.
Auch auf meine Ausbildung im Predigendenseminar wirkt sich die derzeitige Si-
tuation aus. Leider können wir uns nicht mehr in Wittenberg treffen, sondern die
Seminare finden digital statt. Das funktioniert manchmal eher mäßig (der Aus-
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tausch in der Gruppe kommt zu kurz) und manchmal überraschend gut (Ge-
sangsunterricht per Videotelefonie war mein Höhepunkt).
Ja, ich hatte mir den Beginn meines Gemeindevikariats anders vorgestellt – und
trotzdem habe ich viel Spaß daran und schon eine Menge gelernt. Ich werde wei-
terhin versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, und freue mich darauf,
Sie, wenn der passende Zeitpunkt gekommen ist, persönlich kennen zu lernen.
Kirchenmusik
Hanna-Maria Hüttner
Der JohannisChor ist seit Mitte März in der Zwangspause. Probenwochenenden
waren geplant und auch etliche Auftritte im Gottesdienst sowie das Sommerkon-
zert in der Jakobikirche. All das kann nun nicht stattfinden.
Damit jeder trotzdem wenigstens zu Hause singen und üben kann, haben alle
ChorsängerInnen Übdateien erhalten, mit denen sie ihre eigene Stimmlage trai-
nieren können. Manchmal meldet sich jemand und hat konkrete Nachfragen zu
Noten oder Abläufen. Über Mailkontakt bin ich mit den Chormitgliedern verbun-
den.
Sehr betroffen gemacht hat uns der plötzliche Tod von Hans Enderweit, der fast
20 Jahre begeistert und sehr engagiert im Tenor gesungen hat. Wir konnten bei
der Beerdigung nicht für ihn und seine Frau singen. Das war sehr schmerzlich.
Ehepaar Brandenburger und ich haben einen langen Brief vom Chor und Blumen
nach Holbeck gebracht. Wir hoffen sehr, dass wir das Singen an seinem Grab im
Herbst nachholen können.
Im Moment bewegt mich und uns natürlich die Frage, ob das Weihnachtskonzert
mit dem „Messias“ möglich sein wird. Ich hoffe sehr, dass wir nach den Sommer-
ferien wieder dienstags proben können.
Die beliebte Orgelreihe „Mach mal Pause“ hat in diesem Jahr 5-jähriges Jubilä-
um.
Neben den regulären Konzerten war auch eine Jubiläumsveranstaltung im Au-
gust geplant. Nicht nur dafür sind meine KollegInnen und ich mit Proben be-
schäftigt.
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Konfi8
Liebe Konfis8, Pfingstsonntag wäre Eure Konfirmation
gewesen. Wir, Pfarrer Wolf und Pfarrerin Daser, sind
beeindruckt, wie gefasst Ihr mit der Enttäuschung umgeht, dass Eure Konfirma-
tion nun nach hinten verschoben wurde. Wir peilen den Reformationstag für Eu-
er großes Fest an. Vorher werden wir noch Euren Vorstellungsgottesdienst in der
Gemeinde gestalten; der sollte eigentlich am Sonntag Kantate stattfinden. Dem-
entsprechend ist das Motto des Gottesdienstes „Lieder fürs Leben“. Das passt
auch an einem anderen Sonntag. Wir freuen uns auf diesen Gottesdienst!
Nach den Sommerferien werden wir uns einmal im Monat treffen – vor Ort oder
digital, das wird sich noch herausstellen. Wir bereiten entspannt den Gottes-
dienst vor, lassen es uns ansonsten gut gehen (freut Euch auf die Aktionen, die
wir im Hintergrund schon für Euch aushecken!) und machen das Beste aus dieser
verrückten Zeit!
Konfi7
Liebe Konfis7, einige von Euch haben an der Osterei-Geschenk-Aktion teilge-
nommen, und Ihr alle seid auf Eurem Smartphone auf den Spuren Jesu nachge-
gangen. Bis zu den Sommerferien lassen wir uns weitere witzige Aktionen für
Euch einfallen, die wir Euch über unsere Messenger-Gruppe zukommen lassen.
Nach den Sommerferien können wir uns hoffentlich wiedersehen. Wir halten
Euch auf dem Laufenden!
JG
Liebe JG, wir haben uns in den letzten Wochen im digitalen Raum getroffen, in
unserer Messengergruppe oder bei Videokonferenzen. Da gab es viele schöne,
tiefgehende, aber auch einfach witzige Momente! Danke dafür! Bis wir uns wie-
dersehen, gibt es weiterhin die Junge Gemeinde im digitalen Raum. Auskünfte
gibt Euch jederzeit gerne Eure Julia Daser.
Aus der Kreisjugend
Seit dem 1. Mai gilt: Freitag ist Kreisjugendarbeits-Tag! Das heißt: Jeden Freitag-
abend haben wir ein tolles Angebot im Internet für Euch.
Immer abwechselnd…
…unsere neue Show bei Twitch „Von K bis F“:
www.twitch.tv/vonkbisf
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…oder eine Crossover-JG bei Zoom: den jeweils aktuellen Link bekommt Ihr bei
Julia Daser
…oder einen Online-Jugendgottesdienst
…und auch den 3. Friday am 17. Juli werden wir in einem besonderen digitalen
Format präsentieren!
Frische Infos und manchmal auch ein schönes Bild aus der Kreisjugendarbeit
gibt’s bei Instagram unter dersalzstreuerzossenflaeming (Einsichtnahme auch
ohne Anmeldung möglich). Schaut mal rein, wir freuen uns!
Bei Redaktionsschluss waren die Konzerte noch nicht abgesagt, bitte informieren Sie sich
in den Medien.
Sonntag, 7. Juni 2020
ab 15 Uhr - 12. Luckenwalder Chorfestival
Der Gesangverein e. V. „Lyra“ Luckenwalde „1878“ unter Leitung von Matthias
Deblitz lädt ein. Als Gastchöre werden die Chorgemeinschaft Lyra 1881 Speren-
berg e.V. und der Gemischte Chor Dabendorf e.V. (beide unter Leitung von Stef-
fen Jäkel) erwartet. Die Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches Pro-
gramm freuen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.
Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.
Sonnabend, 18. Juli 2020
18 Uhr, „The 12 Tenors“ mit ihrer weltweit erfolgreichen Show
Tickets: Touristinformation Luckenwalde, MAZ-Ticketeria; Tageskasse
Sonntag, 26. Juli 2020 – Jakobustag
ab 15 Uhr - Musik zu Kaffee und Kuchen.
Christina Unnerstall und Matthias Wacker „SAX Two“ unterhalten Sie mit be-
kannten Melodien aus Klassik, Jazz und Pop.
Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten
Konzerte
in der Jakobikirche
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Pfarre
r Jonathan Steinker
Markt 13
.
0151
-
57204142
.
jonathan.steinker@ekbo.de
Sprechzeiten dienstags 10
-
12 Uhr im
Pfarrhaus Markt 13 und
nach Vereinbarung
(Sprechzeiten: beide Pfarrer im W echsel)
Gemeindebüro: Markt 13
.
610 925, Fax 402 269
.
evkir
che.luckenwalde@t
-
online.de
Dienstag 9
-
12 Uhr
Donnerstag 9
-
12 Uhr
Das Büro ist zu den Zeiten besetzt, bleibt
aber geschlossen; siehe Infoseite.
Pfarrerin Julia Daser
Zinnaer Str. 52 b
.
678 153 und
0151
-
56394252
.
julia.daser@kkzf.de
Sprec
hzeiten dienstags 10
-
12 Uhr im
Pfarrhaus Markt 13 und
nach Vereinbarung
Evang. Kindergarten:
Leiterin: Viola Horn
Neue Baruther Str.25
-
26
.
611 090
.
ev.
-
kita.luckenwalde@diakoniewerk
-
simeon.de
Diakonin:
Christina Conrad
.
678 350 und
0152
-
32088319
.
christina.conrad@kkzf.de
Katechetin:
Sonja Hepprich
.
614 430
.
sonja.hepprich@kkzf.de
Krankenhausseelsorger:
Pfarrer Christian Jänicke
.
03371
-
699743. oder
.
03377
-
3303384
.
ch.jaenicke@kkzf.de
Kirchenmusikerin:
Hanna
-
Maria Hütt
ner
.
01714769269
.
hanna
-
maria.huettner@t
-
online.de
Friedhof „Vor dem Baruther Tor“:
Kirchhofsweg 1
-
2
.
610 910
.
evfriedhof.luckenwalde@gmx.de
Bürozeiten: werktags 9
11 Uhr
Donnerstag auch 14
-
17 Uhr
Superintendentur Zossen
-
Fläming
Kirchplatz
4, 15806 Zossen
.
03377 335 610 / Fax 03377 335 612
Internetseite des Kirchenkreises:
www.kkzf.de
Spendenkonto der Kirchengemeinde Luckenwalde
Ev. Kirchenkreisverband Süd
Berliner Sparkasse
IBAN: DE44 1005 0000 4955 1904 27 BIC: BELADEBEXXX
Impressum
Herausgeber: Evangelische Kirchengemeinde Luckenwalde
Pfarrerin Julia Daser v.i.S.d.P.
.
678 153, Kornelia Puls
.
642 538,
Jasmin Bergem
ann, Harri Wöhrmann .
.
611 065
.
gemeindebrief@evkirche
-
luckenwalde.de
Gemeindebriefdruckerei Groß Oesingen, Auflage: 1.500 Stück
Nächster Redaktionsschluss:
6
. Juli 2020, Ausgabetermin: 24. Juli 2020
Internetseite unserer Kirchengemeinde: www.evkirch
e
-
luckenwalde.de
Hier finden Sie über „Rückblick“ Bildergalerien zu kirchlichen Veranstaltungen
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Diamantene Hochzeit
Liebe Brüder und Schwestern,
wir möchten uns auf diesem Weg für
die vielen Glückwünsche, die uns
persönlich, per Post, Whats App oder
Telefon übermittelt wurden,
bedanken. Sogar mehrere Ständchen
wurden uns gesungen und musikalisch
überbracht. Und an dem Blumenmeer
können wir uns immer noch erfreuen.
Dabei ist es gar nicht unser Verdienst,
sondern eine Gnade, dass wir solange
unser Leben gemeinsam erleben
durften. Es ist ein Geschenk, die
Kinder, Enkel und Urenkel zu erleben.
Wir beide haben auch schlechte Zeiten erlebt. Schließlich hat Ehrengard ihre
Heimat als Flüchtling verlassen müssen und wir haben den Krieg als Kinder noch
miterlebt. Dagegen sind die Vorsichtsmaßnahmen vor der Corona - Ansteckung
kein Vergleich.
So wir noch das Ende der Einschränkungen erleben dürfen, werden wir das Fest
im Rahmen der Familie fröhlich feiern.
In Dankbarkeit
Ehrengard und Wolfgang Bohmann; April 2020
„ # w i r s i n d d a „
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