Rückschau

"Jugend ohne Gott" von Ödön von Horváth

Zu einer Aufführung des theater 89 luden wir für Donnerstag, den 10. Januar 2019 um 19.00 Uhr in den Gemeindesaal St. Petri ein. Die MAZ berichtete am 12. Januar ausführlich.

Das war der Plot: Ein junger Lehrer kreidet einem seiner Schüler dessen Aussage an: „Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul“. Schnell löst seine Beurteilung eine Hetzjagd gegen ihn aus. Er wird denunziert und aus der Hetzjagd wird bald eine Verquickung dunkler Ereignisse. So beginnt der Roman „Jugend ohne Gott.“ Da mag man denken: Erschreckend aktuell kommt diese Geschichte daher. Geschrieben wurde sie aber von Ödön von Horváth während der NS-Zeit. „Jugend ohne Gott“ war 1937, im Jahr des Erscheinens, geradezu eine literarische Offenbarung, eine Warnung vor dem Zeitgeist. 1938 setzten die Nationalsozialisten den Roman auf ihre »Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums«. Heute gilt er als moderner Klassiker. Wer diese Geschichte liest oder sieht, bleibt innerlich nicht unbeteiligt. Die zentrale Fragestellung des Werkes lautet: Kann man angesichts der Härte und unerträglichen Grausamkeit der Welt an einen gerechten Gott glauben?

Das theater 89, eine preisgekrönte freie Theatergruppe, die in ganz Deutschland unterwegs und in unserer Region verwurzelt ist, spielte uns diese Geschichte in einer eigenen Fassung. Mochte man bei dem Titel vielleicht von einem Jugendroman ausgehen, so war dieses Theaterstück auch und gerade für alle Erwachsenen sehr zu empfehlen. Die Leitung hatte Hans-Joachim Frank. Weitere Information und weitere Aufführungstermine finden Sie auf der Website des theater 89

Weihnachtsoratorium in der Jakobikirche

Für Sonntag, den 9. Dezember um 17 Uhr luden wir zur Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in die Jakobikirche ein. Es erklangen die Kantaten 1 bis 3.

Es musizierten: Ulrike Maria Maier (Sporan), Saskia Klumpp (Alt), Michael Zabanoff (Tenor), Matthias Vieweg (Bass), der JohannisChor Luckenwalde und die Kammersymphonie Berlin unter Leitung von Hanna-Maria Hüttner.

Geistliches Konzert "1618 bis 1918 - 300 Jahre Krieg und Frieden"

Für Sonntag, den 18. November luden wir um 18.00 Uhr zu einem besonderen Konzert in die St. Johanniskirche (am Markt) ein.

Die großen Kriege haben Mitteleuropa über Jahrhunderte verheert, Gesellschaften zerstört, Menschen in Folter, Krankheit und Ruin gebracht. „1618 bis 1918 - 300 Jahre Krieg und Frieden" lädt zum Betrachten der Zeit im Spiegel biblischer Texte und der Musik großer Komponisten ein. Klage und Trost vereinen sich zum Ruf nach Frieden.

Aufgeführt wurden:

  • Kantate „Ich habe genug" für Bass solo, Oboe, zwei Violinen, Viola und Basso continuo BWV 82 von Johann Sebastian Bach,
  • „De Profundis Clamavi", geistliches Konzert nach Psalm 130 "Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir" für zwei Violinen, Bass solo und Basso continuo von Nikolaus Bruhns (1665-1695),
  • Kantate „Ich will den Kreuzstab gerne tragen", geistliche Solo-Kantate für Bass, BWV 56 von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und
  • "Ich liege und schlafe", kleines geistliches Konzert SWV 310 von Heinrich Schütz (1585-1672).

Es musizierten Florian Hille, Bassbariton und Solisten der Kammerphilharmonie Berlin-Brandenburg (Viktoria Hartmann, Alexander Grothe, Annelie Schaller, Ulf Borgward, Igor Popez, Florian Grube, Sophia Stahl) unter Leitung von KMD Peter-Michael Seifried. Veranstalter war der Kirchenkreis Zossen-Fläming www.kkzf.de

Kammerchorkonzert in der Johanniskirche

Für Samstag, den 17. November um 18 Uhr luden wir zu einem besonderen Chorkonzert in die Johanniskirche ein. Es sangen das Samuel-Scheidt-Ensemble (Berlin/Jüterbog) und das Ensemble „In Hora Sexta“ aus Madrid.

Während sich die etwa 15 Sängerinnen und Sänger des Samuel-Scheidt-Ensembles unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Peter-Michael Seifried (Jüterbog) vornehmlich mit Musik der Renaissance und des Barock befassen, hat „In Hora Sexta“ auch anspruchsvolle zeitgenössische Musik im Programm.

Das Ensemble wurde im Jahr 2002 gegründet und hat sich zu einem der bedeutendsten Kammermusikgruppen in Spanien entwickelt. Das Samuel-Scheidt-Ensemble besteht seit 2005. Zwischen beiden Chören entwickelt sich aktuell eine musikalische Partnerschaft. So war das Samuel-Scheidt-Ensemble Mitte Oktober erstmals für zwei gemeinsame Konzerte in Madrid. Nun kommt der spanische Chor zum Gegenbesuch in unsere Region.

Das Luckenwalder Konzert brachte einen Querschnitt durch das Repertoire beider Chöre zu Gehör. So waren etwa die „Deutschen Sprüche von Leben und Tod“ von Leonard Lechner zu hören, aber auch Werke von Thomas Ravencroft, Hans Leo Hassler und Martin Luther. Aus der spanischen Musiktradition erklangen u. a. Werke von Manuel Bancafort, Fernando Remacha. Einige Stücke führten beide Chöre gemeinsam auf.

Film "Mit Jesus auf die Barrikaden"

Am Donnerstag, dem 15. November wurde um 19 Uhr im Gemeindesaal St. Petri der Film "Mit Jesus auf die Barrikaden - Christ*innen in der 68er-Revolte" vorgeführt. Regisseur Dorian Raßloff war bei uns sein und lud uns anschließend zur Diskussion ein.

Für Rudi Dutschke sowie für die Theologen Dorothee Sölle und Helmut Gollwitzer war Jesus auch ein revolutionäres Vorbild. Können Jesus und die 68er auch heute Menschen dazu inspirieren, für eine bessere Welt aufzustehen? Dieser Fragestellung geht der Dokumentarfilm nach und behandelt so auch einen kaum beachteten Aspekt der 68er-Bewegung.

Rudi Dutschke, Sohn unserer Stadt, war auch Mitglied der Luckenwalder Jungen Gemeinde. Die christliche Prägung spielte ins seinem Denken eine wichtige Rolle.

An dem Filmprojekt wirkte die Evangelische Studentengemeinde Berlin mit. Sie informiert auf ihrer Website unter dem Titel: "50 Jahre 68er-Bewegung" über die Entstehung des Films, Mitwirkende und die Aufführungstermine, so auch den bei uns. Bitte beachten Sie dort insbesondere den Spendenaufruf! Der Film braucht noch ein paar Tausend Euro, damit er in die Medien und in den Verkauf kommen kann. Er ist ausgezeichnet und für die Kirchen und für politisch denkenden Christen aller Generationen sehr wichtig.

Jakobi-Turmuhr schlägt wieder die Stunde

Seit einer Woche schlägt die Turmuhr der Jakobikirche wieder zu jeder Viertelstunde und gibt zu vollen Stunde akustisch die Uhrzeit bekannt. Aus Rücksicht gegenüber den Anwohnern schweigt sie zur Nachtzeit. Dies zu ermöglichen, war technisch eine größere Herausforderung, als den Stundenschlag insgesamt wieder in Gang zu bringen.

Wir freuen uns über diesen Erfolg!

CvF, 10.07.2018

Richtfest für die Evangelische Kita

Bei sehr unfreundlichem Wetter fand am Freitag, dem 16. März 2018 das Richtfest für die neue Evangelischen Kita in der Neuen Baruther Straße statt. Die MAZ berichtete: "Richtkranz weht im Schneeregen". Der Bau hat sich etwas verzögert. Wir dürfen uns nun für Dezember auf den Umzug in das Haus mit 52 zusätzlichen Plätzen freuen.

18.03.2018

Buch über die Baugeschichte der St.Johanniskirche erschienen

Am 10. März 2016 stellte Prof. Axel Busch im Sitzungssaal des Rathauses sein Buch über die Baugeschichte unserer St.Johanniskirche vor. Begleitet wurde er von Verleger Hendrik Bäßler (Bäßler-Verlag Berlin). Das Buch ist im Buchhandel, auch der örtlichen Luckenwalder Buchhandlung, sowie in der Tourist Information Luckenwalde (Markt 11) erhältlich (weitere Info hier).